Die Gewerkschaft der Gesundheitsfachkräfte im nigerianischen Bundesstaat Katsina hat den für den 8. September 2026 geplanten Streik vorerst ausgesetzt. In einer Erklärung hieß es, man wolle der Landesregierung die Möglichkeit geben, innerhalb der nächsten zwei Wochen konkrete Maßnahmen zur Lösung der ausstehenden Forderungen zu ergreifen.
Zu den Kernforderungen der Beschäftigten gehören die Verbesserung der Arbeitsbedingungen, die pünktliche Zahlung von Gehältern sowie die Rekrutierung von mehr Personal im Gesundheitswesen. Die Streikdrohung war nach monatelangen Verhandlungen ohne nennenswerte Fortschritte ausgerufen worden.
Die vorübergehende Zurücknahme des industriellen Arbeitskampfs wird als diplomatischer Schritt gewertet, um eine Eskalation zu vermeiden und den Druck gleichzeitig aufrechtzuerhalten. Die Gewerkschaft betonte, dass die Aussetzung keine endgültige Lösung darstelle, sondern eine letzte Gelegenheit für die Regierung, Vertrauen wiederherzustellen.
Sollte die Regierung innerhalb der Frist keine greifbaren Ergebnisse vorlegen, drohen die Gesundheitsarbeiter mit der sofortigen Wiederaufnahme des Streiks – mit erheblichen Auswirkungen auf die ohnehin angespannte medizinische Versorgung in der Region. In den vergangenen Jahren kam es in mehreren nigerianischen Bundesstaaten zu wiederholten Arbeitskämpfen im Gesundheitssektor, die die Schwachstellen des öffentlichen Gesundheitssystems offenlegten.
Quellen: AllAfrica – Latest, AllAfrica – West Africa