EU kritisiert Serbien nach Beerdigung von Ratko Mladić

Die Beerdigung des Kriegsverbrechers Ratko Mladić in Belgrad hat am Sonntag, den 7. September 2026, für massive Kritik seitens europäischer Politiker gesorgt. Ursula von der Leyen, Präsidentin der Europäischen Kommission, bezeichnete die Teilnahme hochrangiger serbischer Beamter an der Zeremonie als „schockierend“ und als Zeichen für eine mangelnde Auseinandersetzung mit der dunklen Vergangenheit Europas.

Bei der pompösen Beerdigung waren zahlreiche Anhänger und Anhängerinnen anwesend, die Mladić mit militärischen Ehren würdigten. Diese Ereignisse werfen einen Schatten auf die Bestrebungen Serbiens, der Europäischen Union beizutreten, und könnten die Verhandlungen über den EU-Beitritt erheblich erschweren. Von der Leyen betonte, dass die EU von Serbien erwarte, sich klar zu distanzieren und die Geschehnisse der Vergangenheit zu konfrontieren.

Diese Vorfälle zeigen nicht nur die tiefen gesellschaftlichen Spaltungen innerhalb Serbiens, sondern auch die Herausforderungen, vor denen die EU steht, wenn es darum geht, ihren Integrationsprozess mit Ländern zu fördern, die eine problematische Geschichte mit Kriegsverbrechen und ethnischen Spannungen haben.

Quellen: Euronews, The Guardian