Ruanda plant Verdopplung der Stromerzeugung bis 2034 – Energiezukunft im Fokus

Ruanda setzt auf eine umfassende Energiewende: Bis 2034 soll die Stromerzeugungskapazität des Landes mehr als verdoppelt werden. Dies geht aus Plänen der Rwanda Energy Group (REG) hervor, die zehn große Projekte in der Pipeline sieht, die die Energiezukunft des kleinsten afrikanischen Binnenstaates entscheidend prägen sollen.

Die Strategie stützt sich auf eine Mischung aus bewährten und innovativen Technologien. Neben Ausbauten der Wasserkraft und massiven Investitionen in Solarenergie wird erstmals auch die Entwicklung von Kleinkernkraftwerken erwähnt. Diese sollen langfristig eine stabile Grundlastversorgung gewährleisten und die Abhängigkeit von saisonalen Schwankungen reduzieren. Bereits laufende Projekte wie das hybride Solarkraftwerk in Mpera und die Ausweitung des Netzes in ländliche Regionen tragen zur aktuellen Kapazitätssteigerung bei.

Die Regierung sieht in der Energiesicherheit einen Schlüssel für wirtschaftliche Entwicklung, Digitalisierung und industrielle Unabhängigkeit. „Strom für alle“ sei nicht nur ein Versprechen, sondern ein erreichbares Ziel, betont die REG. Besonders wichtig sei der Ausbau in ländlichen Gebieten, wo noch immer viele Haushalte ohne zuverlässige Elektrifizierung leben. Die neuen Projekte sollen bis 2034 rund 2.000 Megawatt neue Kapazität hinzufügen – mehr als das Doppelte der derzeit verfügbaren Leistung.

Quellen: AllAfrica – Latest, AllAfrica – East Africa, AllAfrica – Central Africa, AllAfrica – Business