Der Streit um die Leitung des Deutschen Eisschnelllauf-Verbandes spitzt sich weiter zu – und Thüringen spielt dabei eine treibende Rolle. Auf einem außerordentlichen Verbandstag soll nun über die Abwahl des aktuellen Präsidiums entschieden werden. Hintergrund sind langjährige Vorwürfe von mangelnder Transparenz, fehlender sportlicher Perspektive und interner Machtkämpfe.
Der thüringische Landesverband hat sich als einer der wichtigsten Initiatoren der Reformbewegung positioniert. Mit deutlichen Worten kritisierten Funktionäre aus Jena und Oberhof das bisherige Führungsverhalten und forderten eine umfassende Neuausrichtung des Sports in Deutschland. „Wir brauchen endlich eine moderne, leistungsfördernde Struktur, die Athleten und Trainer ernst nimmt“, erklärte ein Sprecher des Thüringer Verbands.
Oberhof, traditionelles Zentrum des nordischen Wintersports in Thüringen, gilt als Hochburg des Eisschnelllaufs. Die Region hat bereits mehrere Olympia-Medaillengewinner hervorgebracht, weshalb die Unzufriedenheit vor Ort besonders groß ist. Nun hoffen die thüringischen Vertreter, mit ihrem Vorstoß bundesweite Unterstützung zu mobilisieren – und damit eine Trendwende im stagnierenden deutschen Eisschnelllauf einzuleiten.
Quellen: Der Tagesspiegel