Südafrika: Ex-Verteidigungsministerin Mapisa-Nqakula bestreitet Bestechungsvorwürfe

Die ehemalige südafrikanische Verteidigungsministerin Nosiviwe Mapisa-Nqakula hat erneut ihre Unschuld im Zusammenhang mit Korruptionsvorwürfen beteuert. Laut Angaben des Daily Maverick vor Gericht bestritt sie am Mittwoch, jemals von der Beamten Nombasa Ntsondwa-Ndhlovu zwei Millionen Rand (ca. 100.000 Euro) verlangt zu haben, um die Beförderung ihres Ehemannes innerhalb der Südafrikanischen Nationalen Verteidigungsstreitkräfte (SANDF) zu unterstützen.

Mapisa-Nqakula argumentierte, ihr Ehemann, der fast drei Jahrzehnte bei der SANDF gedient habe, sei für die angestrebte Position „nicht ernennbar“ gewesen. Diese Aussage untergräbt die Behauptung, sie habe aktiv dessen Karriere vorangetrieben. Die Vorwürfe sind Teil einer breiteren Untersuchung zu mutmaßlicher Korruption im Verteidigungsministerium, die mehrere hochrangige Beamte betrifft.

Der Fall zieht seit Monaten mediale und politische Aufmerksamkeit auf sich. Mapisa-Nqakula, die bis 2024 im Amt war und danach ins Parlament wechselte, steht symbolisch für die anhaltende Debatte über Integrität und Rechenschaftspflicht in der südafrikanischen Regierung. Die Justizbehörden prüfen derzeit weitere Beweise, darunter Kommunikationsprotokolle und interne Personalakten.

Die Anhörungen finden in Pretoria statt und werden als entscheidend für das öffentliche Vertrauen in die staatlichen Institutionen angesehen. Beobachter warnen, dass ein Versagen der Rechtsstaatlichkeit in solchen Fällen die Fortschritte bei der Bekämpfung von Korruption im Land gefährden könnte.

Quellen: Daily Maverick