2-Prozent-Digitalsteuer treibt simbabwische Unternehmen in den informellen Sektor

Die in Simbabwe eingeführte 2-Prozent-Steuer auf digitale Geldtransfers und elektronische Zahlungen belastet die formelle Wirtschaft zunehmend. Wie der Africa Report berichtet, führt die Abgabe dazu, dass immer mehr Unternehmen und Verbraucher den formalen Bankensektor meiden und stattdessen auf informelle Handelspraktiken ausweichen. Die Steuer, die auf jede elektronische Überweisung erhoben wird, erhöht die Betriebskosten und wird letztlich an die Verbraucher weitergegeben.

Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU) klagen über die unverhältnismäßige Belastung, die ihre Wettbewerbsfähigkeit untergräbt. Da die meisten Transaktionen im täglichen Geschäftsleben digital abgewickelt werden, trifft die Abgabe nahezu jede wirtschaftliche Aktivität. Branchen wie E-Commerce, Logistik und Einzelhandel sind besonders betroffen.

Experten warnen, dass die Steuer langfristig kontraproduktiv wirkt: Statt Steuereinnahmen zu erhöhen, schrumpft der formelle Sektor, was die Steuerbasis insgesamt verringert. Zudem wird die Digitalisierung des Finanzsystems behindert, das eigentlich als Schlüssel zur wirtschaftlichen Stabilisierung gilt. Kritiker fordern eine Neubewertung der Abgabe, um die formelle Wirtschaft nicht weiter zu schwächen.

Quellen: The Africa Report