Simbabwe strebt eine umfassende Sanierung seiner Eisenbahninfrastruktur an und verhandelt derzeit über ein milliardenschweres Projekt mit einem chinesischen Baugesellschaft. Wie die stellvertretende Ministerin für öffentlichen Dienst, Arbeit und soziale Sicherheit, Advocate Mercy Dinha, bekanntgab, soll das Vorhaben mit einem Volumen von 600 Millionen US-Dollar die Wiederherstellung und Modernisierung entscheidender Bahnstrecken umfassen. Ziel ist es, die Transportkapazitäten des Landes zu erhöhen, den grenzüberschreitenden Handel zu fördern und die Wirtschaft zu stärken.
Das Projekt ist Teil einer breiteren Strategie zur Vertiefung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Simbabwe und China. Pekings Engagement in afrikanischer Infrastruktur ist bereits durch zahlreiche Großprojekte dokumentiert, darunter Straßen, Staudämme und Kommunikationsnetze. In Simbabwe sieht die Regierung unter Präsident Emmerson Mnangagwa in chinesischen Investitionen einen Schlüssel zur Überwindung jahrelanger wirtschaftlicher Stagnation und maroder öffentlicher Einrichtungen.
Die geplante Bahnmodernisierung könnte nicht nur den Güterverkehr innerhalb des Landes beschleunigen, sondern auch die Anbindung an Nachbarländer wie Sambia, Mosambik und Südafrika verbessern. Experten warnen jedoch vor den Risiken hoher Verschuldung und der Notwendigkeit transparenter Ausschreibungsverfahren, um Korruption zu vermeiden. Die endgültige Genehmigung und der Zeitplan für den Baubeginn stehen noch aus.
Quellen: AllAfrica – Southern Africa, AllAfrica – Business