Mehr als 100 Millionen US-Dollar in faulen Krediten blockiert – Präsident Boakai fordert Sofortmaßnahmen

Über 100 Millionen US-Dollar an Bankkrediten in Liberia stecken in sogenannten faulen Krediten – Darlehen, die nicht mehr zurückgezahlt werden. Diese finanzielle Blockade behindert nach Angaben offizieller Dokumente, die für eine am Mittwoch eröffnete nationale Konferenz vorbereitet wurden, schwerwiegend die wirtschaftliche Entwicklung des Landes. Besonders betroffen sind Kleinbauern, lokale Händler und kleine Unternehmen, die auf neue Kredite angewiesen sind, um ihre Geschäfte zu finanzieren oder auszuweiten.

Obwohl liberianische Banken über erhebliche Einlagen verfügen, zögern sie offenbar, frisches Kapital zu vergeben, da das Risiko von Zahlungsausfällen als hoch gilt. Die Ansammlung notleidender Kredite untergräbt das Vertrauen im Finanzsystem und verschärft den Zugang zu Liquidität für breite Bevölkerungsschichten. Präsident Joseph Boakai hat nun dringende Maßnahmen gefordert, um das Problem anzugehen und das Finanzsystem wieder funktionsfähig zu machen.

Die nationale Konferenz, bei der diese Zahlen vorgestellt wurden, soll Lösungsansätze identifizieren, darunter möglicherweise eine Überprüfung der Kreditvergabepolitik, stärkere Regulierung und staatliche Anreize zur Stabilisierung des Bankensektors. Experten warnen, dass ohne rasche Intervention die wirtschaftliche Erholung Liberias weiter gehemmt bleibt – ein besonderes Problem in einem Land, das bereits mit strukturellen Entwicklungs- und Armutsherausforderungen kämpft.

Quellen: AllAfrica – Latest, AllAfrica – West Africa