Diphtherie-Ausbruch in Plateau-Staat: Zahl der Todesopfer steigt auf 27

Der Diphtherie-Ausbruch in der nigerianischen Plateau-Staat verschärft sich weiter: Laut Angaben des staatlichen Epidemiologen ist die Zahl der gemeldeten Todesopfer auf 27 gestiegen, während die Anzahl der Verdachtsfälle mittlerweile 303 beträgt. Die Behörden warnen vor einer weiteren Ausbreitung der hochansteckenden bakteriellen Infektion, die vor allem Kinder und ungeimpfte Erwachsene gefährdet.

Diphtherie breitet sich über Tröpfcheninfektion aus und kann zu schweren Atemwegsproblemen, Herz- und Nervenschäden führen. Experten betonen, dass eine schnelle Impfung und Isolierung von Fällen entscheidend seien, um die Epidemie einzudämmen. In betroffenen Regionen laufen bereits Notimpfprogramme, doch der Zugang zu Gesundheitsdiensten bleibt in vielen ländlichen Gebieten der Plateau-Staat eingeschränkt.

Die nigerianische Bundesregierung und internationale Gesundheitsorganisationen wie die WHO unterstützen die lokalen Behörden mit medizinischem Material und Personal. Gleichzeitig wird die Bevölkerung aufgefordert, Symptome wie Halsentzündung, Fieber und Atembeschwerden ernst zu nehmen und sich unverzüglich testen zu lassen. Die aktuelle Krise unterstreicht erneut die anhaltenden Herausforderungen im nigerianischen Gesundheitssystem, insbesondere bei der Bekämpfung vermeidbarer Krankheiten.

Quellen: Premium Times Nigeria