Bei einer Kundgebung der oppositionellen African Democratic Congress (ADC) in Kaduna sind am Mittwoch gewaltsame Auseinandersetzungen mit der Polizei ausgebrochen. Die ADC beschuldigte die regierende All Progressives Congress (APC), Sicherheitskräfte und vermeintliche bezahlte Schlägertrupps eingesetzt zu haben, um die Demonstration zu stören. Augenzeugen berichteten von Tränengas-Einsatz, Flucht und Verletzten unter den Demonstranten.
Die Kundgebung war Teil der frühen Vorbereitungen für die Präsidentschaftswahlen 2027, bei denen die ADC eine stärkere Rolle spielen möchte. Die Partei hatte den Marsch angekündigt, um gegen wirtschaftliche Missstände und politische Repression zu protestieren. Doch bereits in den frühen Stunden der Veranstaltung seien Polizeikräfte in großer Zahl aufmarschiert und hätten die Versammlung aufgelöst, so Berichte von Journalisten vor Ort.
Die Polizei in Kaduna bestätigte den Einsatz, rechtfertigte ihn jedoch mit Sicherheitsbedenken und mangelnder Genehmigung für die Kundgebung. Unabhängige Beobachter warnen vor einer Eskalation der politischen Spannungen im Vorfeld der Wahlen. Die Vorfälle in Kaduna unterstreichen die angespannte Lage im Land, wo Oppositionsparteien zunehmend über Einschränkungen ihrer Versammlungsfreiheit klagen – während die Regierung Stabilität und Ordnung betont.
Quellen: Premium Times Nigeria