Die Spannungen zwischen der äthiopischen Bundesregierung und der Tigray-Region verschärfen sich erneut, während Präsident Debretsion Gebremichael (PhD) die Bildung einer breiten politischen Allianz als „unumkehrbar“ bezeichnet. Angesichts neuer bewaffneter Auseinandersetzungen betonte Debretsion, dass die Allianz mit weiteren oppositionellen und politischen Kräften mittlerweile institutionalisiert sei und über eine eigene Führung, konkrete Pläne sowie ein unterzeichnetes Abkommen verfüge.
Die Äußerungen, die laut dem äthiopischen Medium Weyin Media erfolgten, unterstreichen die zunehmende Polarisierung im Land. Die Allianz, deren Zusammensetzung bislang nicht vollständig offengelegt wurde, scheint eine strategische Antwort auf die anhaltenden Spannungen mit der Zentralregierung in Addis Abeba zu sein. Die jüngsten militärischen Zwischenfälle deuten auf eine mögliche Rückkehr gewaltsamer Auseinandersetzungen hin, die das fragile Friedensabkommen von 2022 zu untergraben drohen.
Seit dem Ende des blutigen Bürgerkriegs im Norden Äthiopiens bleibt die Beziehung zwischen der Tigray-Region und der Bundesregierung angespannt. Die jüngste Eskalation könnte die fragile Stabilität erneut gefährden und humanitäre sowie politische Konsequenzen für die gesamte Region haben. Internationale Beobachter warnen vor einer möglichen Destabilisierung des Horns von Afrika, falls die Konfliktparteien nicht rasch zu einer diplomatischen Lösung zurückfinden.
Quellen: AllAfrica – Latest, AllAfrica – East Africa, AllAfrica – Ethiopia