Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat beim jüngsten öffentlichen Wahlforum in Güstrow für Aufsehen gesorgt. Während der Diskussion mit den Spitzenkandidaten der anderen Parteien kam es zu einer emotionalen Auseinandersetzung, zunächst über die Zukunft der Nord-Stream-2-Pipeline und anschließend über die Einsetzung eines Untersuchungsausschusses. Die Debatte eskalierte, als Schwesig direkt den CDU-Spitzenkandidaten Daniel Peters attackierte – ein Moment, der beim Publikum auf Ablehnung stieß.
Zuvor hatte Schwesig bereits mit Leif-Erik Holm von der AfD kontroverse Positionen zum Thema Energiepolitik ausgetauscht. Doch ihre plötzliche Wendung gegen den CDU-Kandidaten, den sie als unkritisch und profillos bezeichnete, führte zu Unruhe im Saal. Teilnehmende berichten von zustimmendem Gemurmel zu Beginn, das sich rasch in Skepsis und leisen Protest verwandelte. „Das war kein fairer Umgang“, hieß es hinterher von unabhängigen Beobachtern.
Kritiker werfen Schwesig vor, mit einer polarisierenden Rhetorik Wahlkampf zu betreiben, die mehr spalte als verbinde. Ihre Anhänger dagegen sehen in ihr eine entschlossene Führungspersönlichkeit, die klare Kante zeigt – besonders gegenüber Rechtspopulisten. Der Vorfall in Güstrow wird nun als Indiz dafür gewertet, wie sehr die Stimmung im Land aufgeheizt ist. Mit nur noch wenigen Tagen bis zur Landtagswahl könnte dieser Moment entscheidend für die letzte Wählermobilisierung sein.
Quellen: Welt Online, ntv – Nachrichten