Der heutige Bundeskanzler a.D. Olaf Scholz, der von 1998 bis 2011 verschiedene Senatsämter in Hamburg innehatte, erinnert sich an den 11. September 2001 als einen Moment tiefen Schocks – und schnellen Handelns. Als Hamburger Innensenator leitete er unmittelbar nach den Anschlägen in den USA eine Reihe von Sicherheitsmaßnahmen ein. „Sofort alles abgebrochen“, beschreibt Scholz seinen damaligen Entschluss, alle nicht notwendigen Veranstaltungen und Auftritte abzusagen, um die Sicherheitslage in der Stadt zu überprüfen und zu stärken.
Hamburg, damals wie heute ein bedeutender internationaler Verkehrsknoten, galt als potenzielles Risikoziel. Scholz ordnete verstärkte Polizeipräsenz an Flughafen, Hafen und Bahnhöfen an. Auch die Zusammenarbeit mit bundesweiten Sicherheitsbehörden wurde sofort intensiviert. Bis heute sieht Scholz die Anschläge als Zäsur in der deutschen Sicherheitspolitik – mit langanhaltenden Auswirkungen auf die Arbeit der Innenbehörden in den Ländern.
Der 11. September 2001 markierte auch für Hamburg einen Wendepunkt in der Wahrnehmung urbaner Sicherheit. Die Ereignisse jähren sich aktuell zum 25. Mal – ein Anlass, der in der Stadt diskret begangen wird, nicht zuletzt vor dem Hintergrund der aktuellen geopolitischen Spannungen.
Quellen: Welt Online