Forscher aus Frankfurt und Marburg untersuchen Nutzen der Immuntherapie bei aggressivem Brustkrebs

Forscher aus Frankfurt und Marburg haben gemeinsam an einer internationalen Studie mitgewirkt, die den therapeutischen Nutzen von Checkpoint-Inhibitoren bei triple-negativem Brustkrebs – einer besonders aggressiven Form der Erkrankung – bewertet. Diese Immuntherapie zielt darauf ab, das körpereigene Abwehrsystem so zu aktivieren, dass es Tumorzellen gezielter bekämpfen kann. Die Ergebnisse zeigen, dass die Behandlung das Fortschreiten der Krankheit bei einem Teil der Patientinnen verlangsamen kann, jedoch nur in bestimmten Fällen einen signifikanten Überlebensvorteil bietet.

Die Studie beleuchtet insbesondere, unter welchen Voraussetzungen die Therapie wirkt und welche Biomarker auf eine positive Reaktion hinweisen. Die hessischen Wissenschaftler betonen, dass die Immuntherapie kein Allheilmittel sei, aber eine wichtige Ergänzung zur Chemotherapie darstelle, besonders bei fortgeschrittenen Stadien. Die Forschungsergebnisse wurden in einer renommierten medizinischen Fachzeitschrift veröffentlicht und könnten künftig die Therapieentscheidungen in onkologischen Zentren beeinflussen.

Die Beteiligung hessischer Institute unterstreicht die Bedeutung der Region als Standort für medizinische Spitzenforschung. Die Universitätskliniken in Frankfurt und Marburg verfügen über langjährige Expertise in der Krebsforschung und sind regelmäßig an internationalen Kooperationen beteiligt. Die Studie wurde durch Fördermittel des Bundesministeriums für Bildung und Forschung sowie durch europäische Forschungsprogramme unterstützt.

Quellen: FAZ Online