Hamburg will künstlichen Motorsound bei E-Autos verbieten

Die Hamburger Landesregierung will sich für ein bundesweites Verbot von künstlich erzeugtem Motorenlärm bei Elektrofahrzeugen einsetzen. Die rot-grüne Koalition aus SPD und Grünen hat einen Antrag beschlossen, der den Senat auffordert, sich auf Bundesebene für ein entsprechendes Gesetz starkzumachen. Ziel sei es, unnötigen Lärm in der Stadt zu reduzieren und den Fortschritt der Elektromobilität nicht durch rückwärtsgewandte Imitationen des Verbrennungsmotors zu beeinträchtigen.

„Fortschritt sollte Lärm reduzieren, nicht reproduzieren“, sagte Umweltsenatorin Katharina Fegebank (Grüne). „Elektroautos sind leise – das ist gut so. Künstliche Soundeffekte, die nur das Gefühl eines Verbrenners vortäuschen, tragen nichts zur Sicherheit bei und stören die Lebensqualität in den Stadtteilen.“

Der Antrag sieht vor, dass lediglich akustische Warnsignale, die gesetzlich zur Fußgängersicherheit vorgeschrieben sind, weiterhin erlaubt bleiben. Alle anderen künstlichen Geräusche – etwa simulierter V8-Sound oder Motorengrollen – sollen verboten werden. Die Initiative soll nun im Bundesrat eingebracht werden, um eine bundesweite Regelung zu erreichen.

Quellen: Welt Online