Die Nairobier Polizei hat die Durchführung von politischen Veranstaltungen der Linda-Mwananchi-Bewegung im Central Business District (CBD) untersagt. Regionalpolizeikommandant Issa Mohamud erklärte, die Genehmigung für Aktivitäten im Stadtzentrum sei aus Sicherheitsgründen nicht erteilt worden.
Die Entscheidung betrifft eine geplante Tour des Nairobi-Senators Edwin Sifuna, der die Bewegung leitet und sich als möglicher Präsidentschaftskandidat für die nächsten Wahlen im Gespräch befindet. Die Polizei betonte, dass die Maßnahme nicht gegen die Meinungsfreiheit gerichtet sei, sondern auf konkreten Risikobewertungen beruhe, insbesondere hinsichtlich möglicher Massenansammlungen und Verkehrsbehinderungen in der dicht besiedelten Innenstadt.
Die Linda-Mwananchi-Bewegung reagierte enttäuscht und kündigte an, alternative Orte für ihre Veranstaltungen zu suchen. Beobachter sehen in dem Verbot einen weiteren Indikator für die zunehmend angespannte politische Atmosphäre im Vorfeld der Wahlen 2027. Zuletzt hatte Sifuna zudem zugesagt, im Falle einer Präsidentschaft Polizisten prioritär im staatlichen Wohnbauprogramm zu berücksichtigen – ein Versprechen, das als Versuch der Mobilisierung von Unterstützung innerhalb der Sicherheitskräfte interpretiert wird.
Quellen: AllAfrica – East Africa, AllAfrica – Kenya