Die sudanesische Bevölkerung leidet weiter unter den schwerwiegenden technischen Problemen der Bankak-App, der am weitesten verbreiteten digitalen Banking-Plattform des Landes. Obwohl das Management der Bank of Khartoum vor Kurzem ein Update angekündigt hatte, berichten Kunden aus Khartoum, Port Sudan und anderen Regionen weiterhin von massiven Funktionsausfällen – darunter fehlgeschlagene Transaktionen, blockierte Kontozugänge und unzureichende technische Unterstützung.
Bankak spielt im täglichen Leben vieler Sudanesen eine zentrale Rolle, insbesondere angesichts der begrenzten physischen Zugänglichkeit von Bankfilialen infolge der anhaltenden wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Instabilität. Die anhaltenden Störungen verschärfen daher nicht nur persönliche finanzielle Herausforderungen, sondern beeinträchtigen auch kleinere Unternehmen, die auf digitale Zahlungsabwicklungen angewiesen sind. Viele Nutzer äußern mittlerweile offene Frustration gegenüber der mangelnden Transparenz und langsamen Reaktionsgeschwindigkeit der Bankverantwortlichen.
Experten weisen darauf hin, dass die Abhängigkeit von digitaler Infrastruktur in Konflikt- und Krisengebieten wie dem Sudan besondere Anforderungen an Systemstabilität und Notfallmanagement stellt. Ohne verlässliche technische Lösungen und klare Kommunikationskanäle könnten solche Ausfälle das Vertrauen der Bevölkerung in das formelle Finanzsystem weiter untergraben. Bislang hat die Bank of Khartoum keine detaillierte Fehleranalyse oder konkrete Zeitpläne für eine vollständige Wiederherstellung veröffentlicht.
Quellen: AllAfrica – East Africa, AllAfrica – Business