Im Konflikt um die umstrittene Region Welkait im westlichen Tigray zeichnen sich neue und ungewöhnliche Bündnisse ab. Laut einem aktuellen Bericht könnte Eritrea in eine lose Koalition mit der nationalistischen Fano-Miliz und der Tigray People’s Liberation Front (TPLF) eintreten, um die Kontrolle der äthiopischen Zentralregierung unter Premier Abiy Ahmed zu untergraben – falls diese an Boden verliert.
Die Region Westtigray ist seit Jahren umkämpft und Gegenstand heftiger territorialer Auseinandersetzungen zwischen der äthiopischen Bundesregierung, regionalen Milizen und benachbarten Akteuren. Sudan hat in der Vergangenheit Ansprüche auf Teile des Gebiets erhoben, was die Lage zusätzlich verschärft. Die mögliche Beteiligung Eritreas unterstreicht die anhaltende Instabilität in der Region.
Obwohl Eritrea und die TPLF jahrzehntelang erbitterte Gegner waren, deuten aktuelle Entwicklungen auf eine taktische Annäherung hin – getrieben durch gemeinsame strategische Interessen gegenüber Abiy Ahmeds Regierung. Die Stärkung solcher Allianzen könnte die Sicherheitslage im Horn von Afrika weiter destabilisieren und neue Konfliktdynamiken auslösen.
Quellen: The Africa Report