Namibia noch immer ohne nationale Kreislaufwirtschaftspolitik

Das namibische Ministerium für Umwelt, Forstwirtschaft und Tourismus hat bekanntgegeben, dass das Land bislang über keine nationale Politik für eine Kreislaufwirtschaft verfügt. Obwohl der Übergang zu einer ressourcenschonenden Wirtschaftsform international zunehmend an Bedeutung gewinnt, befindet sich Namibia in diesem Bereich noch in einer frühen Entwicklungsphase.

Experten weisen darauf hin, dass eine solche Politik dringend erforderlich sei, um Abfall zu reduzieren, Ressourcen effizienter zu nutzen und nachhaltiges Wachstum zu fördern. Insbesondere in städtischen Zentren wie Windhoek und Walvis Bay steigen die Abfallmengen kontinuierlich, während Deponien überlastet sind und Recyclinginfrastrukturen unzureichend ausgebaut bleiben.

Das Fehlen einer strategischen Ausrichtung könnte zudem Investitionen im Bereich grüner Technologien und nachhaltiger Industrie behindern. Internationale Partner und Entwicklungsinstitutionen haben bereits Unterstützung bei der Ausarbeitung entsprechender Rahmenbedingungen angeboten.

Das Ministerium betonte, dass Beratungen auf politischer Ebene laufen, nannte aber keinen konkreten Zeitplan für die Verabschiedung einer entsprechenden Strategie. Bis dahin bleibe die Umsetzung von Kreislaufprinzipien auf Projektebene und durch zivilgesellschaftliches Engagement beschränkt.

Quellen: AllAfrica – Latest, AllAfrica – Southern Africa, AllAfrica – Business