Hunderte somalische Soldaten in Äthiopien festgehalten – Fragen zu saudigeförtertrainingsprogramm

Hunderte somalische Soldaten wurden in der ostäthiopischen Stadt Jigjiga festgenommen, was Spekulationen über ein geheimes Militärausbildungsprogramm befeuert, das von Saudi-Arabien finanziert wird. Das Programm zielt angeblich darauf ab, somalische Truppen auszubilden, um sie später in regionalen Krisengebieten einzusetzen – darunter möglicherweise im Konflikt zwischen sudanesischen Streitkräften und paramilitärischen Gruppen.

Laut Berichten lokaler Medien wurden die Soldaten während oder nach ihrer Rückkehr aus Trainingslagern in Äthiopien festgesetzt, wobei die genauen Umstände bislang unklar bleiben. Weder die äthiopischen noch die somalischen Behörden haben bisher offizielle Angaben zur rechtlichen Grundlage der Inhaftierung gemacht. Auch Saudi-Arabien hat sich bisher nicht dazu geäußert.

Beobachter vermuten, dass die Ausbildungsteams Teil eines breiteren geopolitischen Engagements Riads im Horn von Afrika sind, um strategischen Einfluss zu gewinnen. Äthiopien dient dabei offenbar als logistischer Hintergrund, da das Land über militärische Infrastruktur und eine zentrale Lage verfügt.

Kritiker warnen jedoch, dass der Einsatz ausländisch trainierter Truppen in anderen Konflikten gegen internationales Recht verstoßen könnte, insbesondere wenn keine transparente Genehmigung vorliegt. Der Fall unterstreicht zudem die zunehmende Rolle externer Mächte in der Region – und die fragwürdige Transparenz ihrer militärischen Kooperationen.

Die Entwicklungen könnten auch die fragile Stabilität in der Region beeinträchtigen, insbesondere in Somalia, wo staatliche Institutionen weiterhin um Kontrolle über ihre eigenen Sicherheitskräfte ringen.

Quellen: Capital FM