In einem bedeutenden Korruptionsfall wurden zwei ehemalige Beamte aus der Regierung der ehemaligen argentinischen Präsidentin Cristina Kirchner verurteilt. Die Ermittlungen in der sogenannten ‚Sueños compartidos‘-Affäre ergaben, dass die Angeklagten Gelder abgezweigt haben, die ursprünglich für den Bau von Wohnprojekten bestimmt waren. Diese Projekte sollten von der Organisation Madres de Plaza de Mayo durchgeführt werden, die für ihre Menschenrechtsarbeit bekannt ist.
Das Gericht befand die Angeklagten für schuldig, sich an der Veruntreuung von staatlichen Geldern beteiligt zu haben. Diese Gelder sollten ursprünglich der Verbesserung der Wohnsituation in Argentinien dienen. Der Fall hat in Argentinien für Aufsehen gesorgt, da die Madres de Plaza de Mayo als eine der angesehensten Organisationen im Land gelten.
Die Verurteilung ist ein weiterer Rückschlag für das politische Erbe von Cristina Kirchner, die während ihrer Amtszeit immer wieder mit Korruptionsvorwürfen konfrontiert war. Der Fall unterstreicht die Herausforderungen, denen sich Argentinien bei der Bekämpfung der Korruption innerhalb der Regierung gegenübersieht.
Quellen: El País – Americas