UN warnt vor Zusammenbruch des humanitären Hilfssystems im Sudan

Die Vereinten Nationen haben am Montag vor einem drohenden Zusammenbruch des humanitären Hilfssystems im Sudan gewarnt. Aufgrund erheblicher Finanzierungslücken sehen sich UN-Hilfsorganisationen gezwungen, ihre Aktivitäten in dem ostafrikanischen Land in den kommenden Wochen einzuschränken. Der Sudan beherbergt derzeit die weltweit schwerste Krise in Bezug auf Hunger und Vertreibung.

Die Welternährungsorganisation (WFP) befürchtet, dass bereits in Kürze Lieferungen an Nahrungsmittel, Medikamente und andere lebensnotwendige Güter zurückgefahren werden müssen. Grund dafür sind neben dem anhaltenden Krieg und der massiven Vertreibung von Millionen Menschen auch Dürreperioden, die die Lage weiter verschärfen. Laut WFP-Direktorin könnte sich die Hungerkrise, die bereits jetzt als die schlimmste weltweit gilt, weiter verschlimmern, wenn nicht umgehend zusätzliche Mittel bereitgestellt werden.

Die internationale Gemeinschaft wird aufgefordert, dringend mehr finanzielle Unterstützung zu leisten, um eine totale humanitäre Katastrophe abzuwenden. Schon jetzt leben Millionen Sudanesen in akuter Not, viele sind auf externe Hilfe angewiesen, um zu überleben. Die UN-Agenturen betonen, dass jede Verzögerung bei der Finanzierung unmittelbare und tödliche Konsequenzen haben könne.

Quellen: Dabanga, UN News