Tausende sudanesische Flüchtlinge im Kiryandongo Refugee Camp im Norden Ugandas leiden unter massiv zurückgegangener humanitärer Hilfe. Wie Berichte des Ayin Network zeigen, stehen viele vor der verzweifelten Wahl zwischen Verhungern im Camp oder der Rückkehr in die umkämpften Gebiete des Sudan.
Unter ihnen ist Ali Ishaq Idris, ein 22-jähriger Flüchtling, der bei der Flucht aus Khartoum durch eine Schussverletzung im Bein schwer verletzt wurde. Seitdem lebt er im Camp und ist auf Krücken angewiesen. Trotz seiner Einschränkungen erwägt er die Rückkehr in den Sudan, da die Lebensmittelzuteilungen in Kiryandongo auf ein Minimum geschrumpft sind. Viele andere Flüchtlinge berichten von ähnlichen Entbehrungen: mangelnde medizinische Versorgung, unzureichende Unterkünfte und unregelmäßige Lieferungen von Hilfsgütern.
Die humanitäre Krise in den ugandischen Flüchtlingscamps verschärft sich, während die internationale Aufmerksamkeit für den Konflikt im Sudan abnimmt. Uganda beherbergt eine der größten Flüchtlingspopulationen Afrikas, doch die finanzielle und logistische Unterstützung durch internationale Geberländer und Organisationen bleibt hinter dem Bedarf zurück. Aktivisten warnen, dass die prekäre Lage im Camp zu einer weiteren humanitären Katastrophe führen könnte, wenn nicht schnell gehandelt wird.
Quellen: Ayin Network