Wahlkampf-Panne: Linke zeigt in Berlin-Wahlspot fälschlicherweise Danziger Rathaus

Die Berliner Linkspartei ist im heißen Wahlkampf für die Abgeordnetenhauswahl 2026 in eine peinliche Panne geraten. In einem kürzlich veröffentlichten Wahlwerbespot der Spitzenkandidatin Elif Eralp war statt des berühmten Roten Rathauses in Berlin fälschlicherweise das Rathaus der polnischen Stadt Danzig zu sehen. Das imposante, historische Gebäude im Zentrum der nordpolnischen Stadt ähnelt dem Berliner Wahrzeichen optisch stark – liegt aber rund 500 Kilometer östlich der deutschen Hauptstadt.

Der Spot, der die Linke als Kraft für ein soziales und gerechtes Berlin darstellen soll, löste in sozialen Medien und bei politischen Konkurrenten Spott aus. Kritiker werfen der Partei mangelnde Sorgfalt und fehlende Verbundenheit mit der eigenen Stadt vor. Eine Sprecherin der Linken räumte den Fehler ein und erklärte, dass das verwendete Filmmaterial versehentlich aus einer Stock-Video-Datenbank stamme. Man habe den Spot mittlerweile korrigiert und die falsche Aufnahme ersetzt.

Die Panne ereignet sich zu einem sensiblen Zeitpunkt: Laut Umfragen könnte die Linke bei der bevorstehenden Wahl deutlich an Einfluss gewinnen, vor allem in den innerstädtischen Bezirken. Gleichzeitig droht der AfD ein Durchbruch im Osten Berlins. Jede Aufmerksamkeit zählt – doch nicht in dieser Form. Die CDU und SPD nutzen den Vorfall, um auf inhaltliche Unschärfen und mangelnde Professionalität der Linken hinzuweisen.

Quellen: T-Online Nachrichten, Welt Online