Solidaritätsaufruf nach antisemitischem Angriff auf Frau in Berlin

In Berlin hat ein antisemitischer Übergriff breite Empörung ausgelöst. Eine Frau wurde kürzlich wegen ihres sichtbaren Davidsterns in der Öffentlichkeit angegriffen und verletzt. Der Vorfall ereignete sich in einem öffentlichen Raum der Hauptstadt, dessen genauer Ort zunächst nicht genannt wurde. Augenzeugen berichteten von einer verbalen Auseinandersetzung, die in eine körperliche Attacke mündete.

Die Jüdische Gemeinde zu Berlin reagierte mit einem öffentlichen Solidaritätsaufruf. Sie fordert alle Bürgerinnen und Bürger dazu auf, Zeichen gegen Hass und Diskriminierung zu setzen. „Antisemitismus hat in unserer Stadt keinen Platz“, betonte ein Sprecher der Gemeinde. Geplant ist eine symbolische Aktion, bei der Menschen bewusst sichtbare jüdische Symbole tragen, um Betroffenen Mut zu machen und Zivilcourage zu stärken.

Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und prüft, ob der Angriff als politisch motivierte Straftat eingestuft wird. Berliner Politiker aller Parteien verurteilten den Vorfall scharf. Kulturstaatsministerin Claudia Roth (Grüne) sprach von einer „Schande für unsere Gesellschaft“ und mahnte zu konsequenter Aufklärung und Prävention.

Quellen: Der Tagesspiegel