Keine neuen Badestellen für Potsdam: Für ein Kiezbad in Krampnitz gibt’s Platz – aber kein Geld

Der Potsdamer Norden soll künftig über neue öffentliche Bademöglichkeiten verfügen, doch die Realisierung stockt. Laut aktuellen Planungen ist zwar eine Fläche in Krampnitz für ein sogenanntes Kiezbad vorgesehen, doch an finanziellen Mitteln und personeller Kapazität mangelt es der Stadtverwaltung. Die Landeshauptstadt sieht sich daher außerstande, kurzfristig konkrete Projekte anzustoßen.

Das Vorhaben stieß zudem auf Widerstand von Denkmalschützern und Anwohnern. Die Stiftung Denkmalschutz warnt, dass der Bau eines Sport- oder Freizeitareals in der Region die historische Feldflur zerstören würde. Auch die Betreiber des Bornimer Karl-Foerster-Gartens sowie eine neu gegründete Bürgerinitiative lehnen den geplanten Eingriff in die Landschaft ab. Sie befürchten, dass naturnahe Strukturen unwiderruflich verloren gehen.

Trotz aller Hindernisse will die Stadtverwaltung das Gelände in Krampnitz zunächst nicht für andere Nutzung freigeben. Man wolle zumindest die Option für ein zukünftiges Bad erhalten, hieß es aus dem Rathaus. Doch ohne zusätzliche Fördermittel oder Personalressourcen bleibe das Projekt reine Absichtserklärung. Die Debatte um Freizeitinfrastruktur im Nordosten Potsdams dürfte daher weitergehen – vor allem angesichts steigender Besucherzahlen in den Sommermonaten.

Quellen: Der Tagesspiegel (DE, 15.09.2026 13:07), Der Tagesspiegel (DE, 15.09.2026 10:23)