In Elsterwerda im Süden Brandenburgs ist am Sonntagvormittag eine unexplodierte Weltkriegsbombe erfolgreich entschärft worden. Der Sprengkörper war bei Bauarbeiten in der Nähe des Bahnhofs entdeckt worden, woraufhin die Polizei umgehend einen Sicherheitsradius von 300 Metern errichtete. Mehrere Dutzend Anwohner mussten ihre Wohnungen vorübergehend verlassen, während Kampfmittelbeseitiger des Landeskriminalamts die gefährliche Arbeit durchführten.
Die Evakuierungsmaßnahmen verliefen reibungslos. Einsatzkräfte unterstützten insbesondere ältere und mobilitätseingeschränkte Bewohner beim Verlassen der Gefahrenzone. Notunterkünfte wurden in einer nahegelegenen Schule eingerichtet. Nach rund vier Stunden gab die Polizei Entwarnung: Der Sprengkopf sei kontrolliert gesprengt worden, ohne dass es zu Schäden oder Verletzungen kam.
Elsterwerda liegt in der Nähe historischer Industrie- und Verkehrsachsen, die im Zweiten Weltkrieg Ziel alliierter Luftangriffe waren. Auch heute tauchen regelmäßig Blindgänger auf – besonders bei Rodungs- oder Baumaßnahmen. Die Behörden appellieren daher an Bauunternehmen, vor Beginn von Tiefbauarbeiten stets archäologische und kriegsfolgenbezogene Untersuchungen durchzuführen. Die erfolgreiche Entschärfung in Elsterwerda unterstreicht erneut die anhaltende Relevanz solcher Maßnahmen im ländlichen Raum Brandenburgs.
Quellen: Der Tagesspiegel (DE, 15.09.2026 09:35)