Keltischer Münzschatz im Ilm-Kreis entdeckt – bislang bedeutendster Fund in Thüringen

Im thüringischen Singen, einem Ortsteil der Stadt Stadtilm im Ilm-Kreis, haben Archäologen einen bedeutenden historischen Fund gemacht. Bei systematischen Grabungen wurden insgesamt elf keltische Münzen aus dem 1. Jahrhundert vor Christus geborgen. Wie das Thüringer Landesamt für Archäologie mitteilt, ist dies der bisher umfangreichste keltische Münzfund in Thüringen.

Die Münzen stammen aus der späten Latène-Zeit, einer Epoche der keltischen Kultur, die vor der römischen Expansion in Mitteleuropa blühte. Experten vermuten, dass der Fund Hinweise auf Handelsrouten oder Siedlungsaktivitäten der Kelten in der Region liefern könnte. „Solche Entdeckungen sind selten und von großem wissenschaftlichem Wert“, betonte ein Sprecher des Landesamts. Die genaue Fundstelle wird vorerst nicht öffentlich gemacht, um weitere Untersuchungen nicht zu gefährden.

Die Entdeckung unterstreicht die historische Bedeutung des Ilm-Kreises als archäologisches Hotspot. In der Vergangenheit waren bereits Hinweise auf keltische und frühgeschichtliche Besiedlungen in der Region gefunden worden. Der aktuelle Fund wird nun im Rahmen einer umfassenden Analyse datiert, konserviert und möglicherweise in einer künftigen Sonderausstellung präsentiert.

Quellen: MDR – Nachrichten