Uganda: Opposition wirft Regierung Vernachlässigung von Besigyes Gesundheit vor

Die ugandische Oppositionspartei Forum for Democratic Change (FDC) hat erneut schwere Vorwürfe gegen die Regierung erhoben und die Freilassung ihres langjährigen Anführers Dr. Kizza Besigye auf medizinischen und humanitären Grund gefordert. Besigye befindet sich seit über zwei Jahren in Haft, und nach Angaben der FDC hat sich sein Gesundheitszustand in der Gefangenschaft dramatisch verschlechtert.

Die Partei beruft sich auf inoffizielle Berichte aus Justiz- und medizinischen Kreisen, wonach Besigye unter schweren gesundheitlichen Beschwerden leide, für die eine angemessene Behandlung im Gefängnis nicht gewährleistet sei. Die FDC spricht von systematischer medizinischer Vernachlässigung und fordert die Regierung unter Präsident Yoweri Museveni auf, Besigye unverzüglich freizulassen, um sein Leben zu retten.

Dr. Kizza Besigye, dreimaliger Präsidentschaftskandidat und langjähriger Kritiker der Regierung, war wiederholt wegen angeblicher Landesverrats- und Sicherheitsdelikte verhaftet worden. Seine Inhaftierung wird international von Menschenrechtsorganisationen kritisiert, die sie als politisch motiviert einstufen. Die FDC betont, dass die Haft ihres Vorsitzenden kein Rechtsverfahren, sondern ein Mittel zur politischen Eliminierung darstelle.

Die Regierung Ugandas hat bislang nicht offiziell auf die jüngsten Vorwürfe reagiert. Beobachter befürchten, dass die angespannte Lage weitere innenpolitische Spannungen schüren könnte, insbesondere im Vorfeld zukünftiger Wahlen. Die internationale Gemeinschaft wird aufgefordert, Druck auf die Regierung auszuüben, um die Menschenrechte politischer Gefangener zu schützen.

Quellen: AllAfrica – East Africa