Tausende Flüchtlinge aus Jemen suchen Schutz in Dschibuti

Innerhalb von nur 48 Stunden sind mehr als 3.400 Menschen aus dem Jemen nach Dschibuti eingereist, wie aus Berichten von Al Jazeera hervorgeht. Hinzu kommen rund 1.400 weitere Geflüchtete, die innerhalb eines Tages ankamen – eine massive Zunahme, die das kleine Land an der Straße von Bab al-Mandeb vor immense Versorgungs- und Logistikprobleme stellt.

Die Flüchtlinge fliehen vor der erneuten Eskalation der Kämpfe im Jemen, wo die Houthi-Milizen ihre Aktivitäten um die strategisch wichtige Stadt Marib verstärkt haben. Marib gilt als letzte große Hochburg der von Saudi-Arabien unterstützten jemenitischen Regierung und ist zudem reich an Erdölressourcen. Die Kämpfe haben in den vergangenen Tagen stark zugenommen, was zu einer Welle der Vertreibung geführt hat.

Dschibuti, das bereits zahlreiche Flüchtlingslager für Menschen aus Somalia, Äthiopien und dem Jemen betreibt, sieht sich nun mit neuem Druck konfrontiert. Die Regierung bereitet sich auf einen weiteren Zustrom vor, während internationale Hilfsorganisationen vor Ort Unterstützung mobilisieren. Die geografische Lage des Landes macht es zu einem primären Zufluchtsort für Menschen, die über das Rote Meer fliehen.

Internationale Aufmerksamkeit erforderlich

Beobachter warnen, dass die humanitäre Situation sowohl im Jemen als auch in den Aufnahmeländern wie Dschibuti dramatisch bleiben könnte, solange keine dauerhaften Friedensbemühungen greifen. Die Vereinten Nationen und regionale Akteure werden aufgefordert, dringend zusätzliche Ressourcen bereitzustellen, um die Kapazitäten für Unterkunft, Wasser, medizinische Versorgung und Sicherheit in den Ankunftsregionen zu erhöhen.

Quellen: Al Jazeera English, AllAfrica – Latest