Angriffe auf Wahlstände in Berlin: Politiker von AfD und CDU attackiert

Am Dienstag kam es in Berlin zu gewalttätigen Vorfällen an Wahlkampfständen der AfD in Neukölln und der CDU in Tempelhof-Schöneberg. Wie die Polizei mitteilte, wurden mehrere Wahlkämpfer von unbekannten Angreifern physisch bedrängt und teilweise verletzt. Die Hintergründe der Angriffe sind noch unklar, Ermittlungen laufen.

Der Vorfall in Neukölln ereignete sich am späten Nachmittag, als Mitglieder der AfD an einem Stand im belebten Stadtteil mit Passanten sprachen. Plötzlich näherte sich eine Gruppe, es kam zu verbalen Auseinandersetzungen, die in Handgreiflichkeiten eskalierten. Ähnliche Szenen spielten sich am Abend in Tempelhof-Schöneberg ab, wo ein CDU-Wahlkämpfer von einem einzelnen Täter attackiert wurde. Beide Vorfälle wurden von Zeugen gefilmt und an die Behörden weitergeleitet.

Die Berliner Innenverwaltung verurteilte die Angriffe scharf und betonte, dass politische Auseinandersetzungen niemals mit Gewalt ausgetragen werden dürfen. Gleichzeitig kündigte sie eine Überprüfung der Sicherheitsvorkehrungen für Wahlkampfveranstaltungen an, insbesondere in dicht besiedelten Stadtteilen. Die Linkspartei, die derzeit in Umfragen führt, distanzierte sich von den Taten und forderte einen respektvollen Wahlkampf.

Die Vorfälle werfen neue Fragen über die Sicherheit im angespannten politischen Klima vor der anstehenden Berliner Abgeordnetenhauswahl auf. Die Polizei hat Sonderkontrollen in der Nähe von Wahlständen angekündigt, um weitere Eskalationen zu verhindern.

Quellen: Der Tagesspiegel