Die Berliner Volksbank führt eine neue Vergütungsmaßnahme für ihre Filialmitarbeiter ein: Angestellte, die aufgrund ihrer Tätigkeit nicht im Homeoffice arbeiten können, erhalten künftig bis zu zwei zusätzliche bezahlte Freitage pro Jahr. Die Entscheidung soll den Unterschied zwischen desk-basierten und standortgebundenen Beschäftigten ausgleichen.
Während viele Bankmitarbeiter im administrativen Bereich die Möglichkeit haben, von zu Hause aus zu arbeiten, sind Filialkräfte weiterhin täglich vor Ort tätig – oft unter hohem Kundendruck und mit begrenzter Flexibilität. Mit den zusätzlichen Freitagen soll dieser strukturelle Nachteil anerkannt und kompensiert werden.
Die Gewerkschaft ver.di begrüßte die Maßnahme als kleinen, aber wichtigen Schritt in Richtung sozialer Gerechtigkeit am Arbeitsplatz. „Es ist richtig, dass körpernahe und standortfeste Arbeit stärker gewürdigt wird“, sagte eine Sprecherin. Gleichzeitig forderte sie, das Modell auf andere Branchen wie Einzelhandel und Pflege zu übertragen.
Die Berliner Volksbank betonte, dass die Regelung nicht als Ersatz für flexible Arbeitszeiten gedacht sei, sondern als Anerkennung der besonderen Belastung im Kundendienst. Die zusätzlichen Tage können im Einvernehmen mit der Führungskraft genommen werden und gelten ab sofort.
Quellen: Der Tagesspiegel