Ägyptens Präsident Abdel Fattah el-Sisi hat die jüngsten Äußerungen Israels zur möglichen Umsiedlung von Palästinensern aus dem Gaza-Streifen scharf kritisiert. Hintergrund ist eine Aussage des israelischen Verteidigungsministers, der eine Entfernung der palästinensischen Bevölkerung aus dem blockierten Gebiet in Erwägung gezogen hatte. El-Sisi betonte in einer offiziellen Stellungnahme, dass jede Zwangsvertreibung palästinensischer Zivilisten einen Verstoß gegen internationales Recht darstelle und die Stabilität der gesamten Region gefährde.
Ägypten, das seit langem als Vermittler im israelisch-palästinensischen Konflikt fungiert, warnt vor den humanitären und politischen Folgen solcher Maßnahmen. Die Behörden in Kairo betonten, dass Gaza untrennbar mit dem palästinensischen Volk verbunden sei und dass keine Lösung ohne die Zustimmung der Betroffenen möglich sei. Zudem könne eine Umsiedlung die bereits prekäre Lage der Zivilbevölkerung weiter verschärfen und zu einer neuen Flüchtlingskrise führen.
Die Stellungnahme aus Kairo unterstreicht erneut Ägyptens Rolle als zentraler Akteur im Nahost-Konflikt. Das Land verfolgt eine strikte Haltung gegen jede Form der ethnischen Säuberung oder Vertreibung und pocht auf eine friedliche, diplomatische Lösung. Internationale Organisationen und Menschenrechtsgruppen haben sich in den vergangenen Tagen ebenfalls besorgt geäußert und vor einer weiteren Eskalation gewarnt.
Quellen: Al Jazeera English