Über eine Million Menschen im Südsudan drohen Nahrungsmittelhilfe zu verlieren

Im Südsudan droht über einer Million besonders vulnerablen Menschen der Verlust ihrer lebensnotwendigen Nahrungsmittel- und Ernährungshilfe. Wie das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) aktuell warnt, könnte die Unterstützung für diese Bevölkerungsgruppen bereits ab dem kommenden Monat eingestellt werden müssen – falls keine zusätzlichen finanziellen Mittel bereitgestellt werden.

Das ostafrikanische Land, das seit Jahren von bewaffneten Konflikten, politischer Instabilität und wiederkehrenden Naturkatastrophen geprägt ist, zählt zu den am stärksten humanitären Krisengebieten weltweit. Die WFP unterstützt dort Millionen von Binnenvertriebenen, Flüchtlingen und besonders betroffenen Familien mit Lebensmittelverteilungen, therapeutischer Ernährung für unterernährte Kinder sowie Schulmahlzeiten.

Laut WFP reichen die aktuellen Spenden jedoch bei weitem nicht aus, um die steigende Nachfrage zu decken. Angesichts der anhaltenden Gewalt, Überschwemmungen und wirtschaftlicher Notlage verschlechtert sich die Lage weiter. „Wir stehen vor einer humanitären Katastrophe“, heißt es in der Warnung des Programms. Ohne sofortige internationale Unterstützung könnten Krankheiten, Unterernährung und Todesfälle massiv zunehmen.

Internationale Aufmerksamkeit gefordert

Das WFP ruft Geberländer und internationale Organisationen dringend dazu auf, zusätzliche Mittel bereitzustellen, um die laufenden Hilfsmaßnahmen fortzusetzen. Die Behörden im Südsudan arbeiten eng mit humanitären Partnern zusammen, sind aber auf externe Hilfe angewiesen, da das Land über begrenzte Ressourcen verfügt. Experten befürchten, dass ein Abbruch der Nahrungsmittelhilfe nicht nur gesundheitliche, sondern auch soziale und sicherheitspolitische Folgen haben könnte – bis hin zu neuen Fluchtbewegungen und regionaler Destabilisierung.

Quellen: Africanews EN