Ruanda warnt vor zunehmendem Menschenhandel: Männer nun häufigste Opfer

Das Justizministerium Ruandas hat vor einem deutlichen Anstieg von Menschenhandel-Fällen gewarnt, bei denen mittlerweile Männer häufiger betroffen sind als Frauen. Wie offizielle Vertreter in Rubavu am Mittwoch erklärten, hat sich das Profil der Opfer in den letzten Monaten deutlich verschoben. Besonders in Grenzgebieten wie Rubavu, das an die Demokratische Republik Kongo grenzt, werde ein wachsender Trend beobachtet, bei dem Männer durch falsche Arbeitsversprechen in die Irre geführt und anschließend ausgebeutet werden.

Die Behörden betonen, dass Täter zunehmend soziale Medien und illegale Arbeitsvermittler nutzen, um Männer aus wirtschaftlich schwachen Regionen anzulocken. Oft werden sie mit lukrativen Stellen in Nachbarländern gelockt, nur um später in Zwangsarbeit, organisierten Kriminalstrukturen oder sogar als Soldaten in bewaffnete Konflikte gezwungen zu werden. Die ruandische Regierung hat daher eine landesweite Aufklärungskampagne angekündigt, die speziell auf junge Männer ausgerichtet ist.

„Wir beobachten eine gefährliche Entwicklung, bei der Männer systematisch zur Zielscheibe werden“, erklärte ein Sprecher des Ministeriums. „Es ist entscheidend, dass Gemeinden, Familien und lokale Behörden wachsam bleiben und verdächtige Aktivitäten melden.“ Die Regierung arbeitet derzeit eng mit regionalen Partnern und internationalen Organisationen zusammen, um grenzüberschreitende Netzwerke zu zerschlagen und Opfer zu unterstützen.

Quellen: AllAfrica – East Africa, AllAfrica – Central Africa