Ägypten und Saudi-Arabien fordern freie Schifffahrt im Roten Meer

Die Regierungen Ägyptens und Saudi-Arabiens haben am Dienstag eine gemeinsame Forderung nach freier und sicherer Schifffahrt im Roten Meer erhoben. Dies teilten beide Länder nach einem Abstimmungsgespräch zwischen ihren Führungskräften mit, während die Spannungen in der Region weiter ansteigen. Die jemenitischen Huthis kontrollieren mittlerweile den südlichen Zugang zu dieser strategisch wichtigen Wasserstraße und haben in den letzten Wochen mehrere Angriffe auf Handelsschiffe durchgeführt.

Die saudische Führung kündigte eine entschlossene Reaktion auf die Angriffe an und betonte, die Sicherheit der Seewege sei eine regionale und globale Priorität. Ägypten, das über die strategisch wichtige Position des Suezkanals verfügt, unterstützt diese Haltung aktiv. Eine Störung der Schifffahrt im Roten Meer könnte nicht nur den internationalen Handel beeinträchtigen, sondern auch die ägyptische Wirtschaft treffen, die stark von den Einnahmen aus dem Suezkanal abhängt.

Regionale Analysten sehen in der gemeinsamen Erklärung ein Zeichen enger werdender sicherheitspolitischer Kooperation zwischen Kairo und Riad. Beide Länder befürchten, dass die anhaltenden Angriffe durch die Huthis zu einer Eskalation führen und die Stabilität im Nahen Osten weiter untergraben könnten. Internationale Schifffahrtsverbände warnen bereits vor erhöhten Versicherungskosten und Umleitungen um das Kap der Guten Hoffnung, was die Lieferketten weltweit belasten würde.

Quellen: AllAfrica – North Africa, AllAfrica – Egypt