Ärzteverband fordert Ausweitung des Plastikverbots in Ghana

Der Präsident der Ghana Medical Association (GMA), Professor Dr. Ernest Yorke, hat die Regierung des Landes aufgefordert, seine Umweltschutzmaßnahmen deutlich auszuweiten. Konkret plädiert er dafür, das bereits geplante Verbot von Styrofoam-Produkten auf alle Einwegkunststoffe auszudehnen. Die derzeitigen Maßnahmen reichten nicht aus, um die gesundheitlichen Risiken durch Umweltverschmutzung wirksam einzudämmen.

Yorke betonte, dass Kunststoffabfälle nicht nur städtische Landschaften verschandeln, sondern auch das Trinkwasser verunreinigen und zur Ausbreitung von Krankheiten beitragen. Besonders in informellen Siedlungen und überlasteten Städten stelle das sogenannte „Plastic Pollution“ eine wachsende gesundheitliche Bedrohung dar. Der GMA-Präsident warnte, dass Mikroplastik und giftige Dämpfe beim Verbrennen von Abfällen langfristig zu Atemwegserkrankungen, Krebserkrankungen und anderen Volkskrankheiten führen könnten.

Die Ghana Medical Association fordert daher eine umfassende Gesetzesnovelle, die neben Styrofoam auch Tragetaschen, Plastikflaschen und andere nicht abbaubare Produkte umfasst. Gleichzeitig plädiert die Organisation für verstärkte Aufklärungskampagnen und die Entwicklung nachhaltiger Alternativen, um die Bevölkerung in den Alltagsumgang mit Abfall einzubinden. Die Regierung stehe vor der Herausforderung, wirtschaftliche Interessen mit dringend notwendigen gesundheitlichen und ökologischen Reformen in Einklang zu bringen.

Quellen: AllAfrica – West Africa, AllAfrica – Ghana