Äthiopien und afrikanische Länder rufen zu gemeinsamer Lösung für Ernährungssicherheit auf

Auf einem hochrangigen Treffen in Addis Ababa haben Vertreter afrikanischer Staaten sowie ehemalige Funktionäre der Afrikanischen Union (AU) zur verstärkten Zusammenarbeit im Bereich der Ernährungssicherheit aufgerufen. Josefa Sacko, ehemalige AU-Kommissarin für Landwirtschaft, ländliche Entwicklung, Blaue Wirtschaft und nachhaltige Umwelt, betonte am Donnerstag, dass die Länder des Kontinents ihre Erfahrungen austauschen und gemeinsame Lösungen entwickeln müssten, um die Herausforderungen der Nahrungsmittelversorgung zu meistern.

Sacko verwies darauf, dass Afrika über reichhaltige natürliche Ressourcen verfüge, die bislang nicht ausreichend genutzt würden. „Wir müssen unsere Kapazitäten bündeln, innovative landwirtschaftliche Praktiken fördern und den Zugang zu Märkten verbessern“, so die Expertin. Besonders wichtig sei es, Kleinbauern zu unterstützen und die Infrastruktur in ländlichen Regionen auszubauen, um postharvest-Verluste zu reduzieren.

Das Treffen fand im Rahmen einer regionalen Konferenz zur Ernährungssouveränität statt, die von mehreren Entwicklungspartnern unterstützt wurde. Ziel ist es, bis 2030 die Abhängigkeit von Lebensmitteleinfuhren zu verringern und eine resiliente, nachhaltige Landwirtschaft auf dem Kontinent zu etablieren. Äthiopien, das in den vergangenen Jahren durch Dürren und Konflikte stark von Nahrungsmittelknappheit betroffen war, spielt dabei eine zentrale Rolle als Gastgeber und potenzieller Vorreiter.

Quellen: AllAfrica – Ethiopia