Äthiopiens Präsident Taye kündigt Ausbau der sauberen Energieexporte an

Äthiopiens Präsident Taye Atske-Selassie hat die zentrale Rolle der sauberen Energie für das wirtschaftliche Wachstum des Landes betont und einen umfassenden Ausbau der Stromexporte in die Region angekündigt. Bei einer Rede in Addis Abeba erklärte er, das Land plane, seine Erzeugungskapazitäten für erneuerbare Energien weiter zu erhöhen und die Versorgung von Ländern im Ostafrikanischen Stromverbund (East African Power Pool) zu intensivieren.

Äthiopien verfügt über erhebliche Potenziale in Wasserkraft, Wind- und Solarenergie. Vor allem das Grand Ethiopian Renaissance Dam (GERD) am Blauen Nil hat die nationale Energieproduktion in den letzten Jahren deutlich gesteigert. Obwohl das Projekt auch zu Spannungen mit Ägypten und Sudan geführt hat, stellt es für Äthiopien einen Meilenstein in der Energieautarkie und -exportfähigkeit dar.

Präsident Taye betonte, dass der Export von Strom nicht nur Devisen einbringe, sondern auch die regionale Integration fördere. „Unser Ziel ist es, ein verlässlicher Energiepartner Ostafrikas zu werden“, so Taye. Geplant seien neue Hochspannungsleitungen und grenzüberschreitende Netzanbindungen, um Strom effizient nach Sudan, Kenia, Dschibuti und in den Südsudan zu liefern.

Intern will die Regierung zudem die Elektrifizierung ländlicher Gebiete beschleunigen und Industrieprojekte durch günstige, saubere Energiequellen unterstützen. Experten sehen im Energieexport einen langfristigen Wachstumsmotor – vorausgesetzt, politische Stabilität und Infrastrukturprojekte bleiben auf Kurs.

Quellen: AllAfrica – Ethiopia