Algerien: Leiche eines 10-jährigen Jungen aus Brunnen geborgen

In der Nacht zum Samstag konnten algerische Rettungskräfte der Zivilverteidigung die Leiche des 10-jährigen Ayoub Hadaf aus einem tiefen Brunnen in der Provinz El-Bayadh im Nordwesten des Landes bergen. Der Junge war dort am Mittwoch eingestürzt, nachdem sich der Boden unter ihm plötzlich geöffnet hatte. Über vier Tage lang hatten Rettungsteams unter Hochdruck versucht, den Jungen lebend zu retten, doch alle Bemühungen blieben erfolglos.

Die Nachricht von seinem Tod wurde von lokalen Beamten und Verwandten bestätigt. Ayoub Hadafs Großvater, Ahmed Hadef, bestätigte am Samstagabend die traurige Bilanz. Die Rettungsaktion hatte landesweite Aufmerksamkeit erregt, da Dutzende von Spezialkräften, Bergungsausrüstung und Bohrgeräte an den Einsatzort gebracht wurden, um den engen Schacht zu stabilisieren und eine Bergung zu ermöglichen. Der Brunnen war rund 30 Meter tief und hatte einen Durchmesser von nur etwa 60 Zentimetern, was die Rettungsarbeiten extrem erschwerte.

Präsidentenberater und Gouverneure der Region besuchten den Einsatzort, um den Einsatzkräften für ihre Anstrengungen zu danken. Die algerische Zivilverteidigung erklärte, trotz der technischen Herausforderungen habe man bis zum Ende auf eine Rettung gehofft. Die Behörden kündigten an, die Umstände des Unfalls zu untersuchen, um sicherzustellen, dass solche Vorfälle in Zukunft verhindert werden können. Trauer und Anteilnahme breiteten sich in sozialen Netzwerken aus, wo Nutzer dem Jungen mit Kerzenbildern und Trauermeldungen gedachten.

Quellen: Al Jazeera English, Africanews EN