Angola: Cyberattack trifft Telekommunikationsriesen Unitel vor Börsenstart

Der führende angolanische Telekommunikationsanbieter Unitel hat einen schweren Cyberangriff auf seine IT-Infrastruktur gemeldet, der nur einen Tag vor dem geplanten Börsengang des Unternehmens an der Angola Debt and Securities Exchange (BODIVA) stattfand. Laut Unternehmensangaben kam es durch die Attacke zu erheblichen Störungen von Sprachdiensten, mobilen Datenverbindungen und Internetzugängen in weiten Teilen des Landes.

Der Vorfall warf Fragen zur Cyberresilienz kritischer Infrastrukturen in Angola auf, insbesondere in Anbetracht der historischen Bedeutung des bevorstehenden Börsenstarts. Unitel gilt als einer der größten private Arbeitgeber des Landes und sein Börsengang wird als Meilenstein für die Entwicklung des angolanischen Kapitalmarktes angesehen. Die Störungen beeinträchtigten Tausende von Nutzern und riefen Sorgen hinsichtlich der Sicherheit sensibler Unternehmensdaten hervor.

Ob der Börsengang wie geplant stattfinden kann, blieb zunächst unklar. Die BODIVA und die Regulierungsbehörden erklärten, sie befänden sich in engem Kontakt mit Unitel, um die Lage zu bewerten. Experten warnen vor möglichen Verzögerungen, falls die vollständige Wiederherstellung der Systeme mehrere Tage in Anspruch nimmt. Gleichzeitig laufen Untersuchungen, um die Herkunft und das Ausmaß des Angriffs zu ermitteln.

Quellen: AllAfrica – Central Africa