Der kenianische Bildungsminister Julius Ogamba hat die Verantwortung für anhaltende Verzögerungen bei der Zahlung von Kapital- und Regierungsmitteln an Schulen, Berufsbildungszentren (TVET) und Universitäten klar benannt: Laut Ogamba liegen die Ursachen nicht beim Ministerium für Bildung, sondern bei unzureichenden Haushaltsallokationen und verspäteten Überweisungen durch die nationale Finanzverwaltung.
Ogamba wies in Nairobi Behauptungen zurück, wonach das Ministerium die Mittel zurückhalte. Stattdessen betonte er, dass die Auszahlungen von der Freigabe der Zahlungen durch den Nationalen Schatz (National Treasury) abhängen, die sich immer wieder verzögerten. Diese Verzögerungen wirken sich direkt auf den Betrieb zahlreicher Bildungseinrichtungen im Land aus, die auf die staatlichen Mittel angewiesen sind, um Lehrkräfte zu bezahlen, Material zu beschaffen und den Schulbetrieb aufrechtzuerhalten.
Der Minister forderte eine engere Koordination zwischen den Ministerien und eine schnellere Freigabe der Mittel, um die Bildungsziele des Landes nicht zu gefährden. Die aktuelle Krise im Bildungsfinanzierungssystem unterstreicht die anhaltenden strukturellen Herausforderungen im kenianischen Bildungswesen, das trotz Reformbemühungen weiterhin von Budgetunsicherheiten betroffen ist.
Quellen: AllAfrica – Kenya