Der jüngste Ausbruch des seltenen Bundibugyo-Ebola-Stammes in der Demokratischen Republik Kongo ist nach Einschätzung internationaler Gesundheitsorganisationen beherrschbar. Experten, die vor Ort tätig sind, betonen, dass die Erfahrungen aus früheren Epidemien in der Region eine effektive Reaktion ermöglichen. Der Ausbruch wurde in einer schwer zugänglichen Region im Osten des Landes registriert, wo bewaffnete Konflikte die medizinische Versorgung weiter erschweren.
Die Reaktion auf die Epidemie setzt auf eine Kombination aus schneller Diagnostik, Isolierung von Fällen, Kontaktverfolgung und Aufklärung der Bevölkerung. Ein zentraler Bestandteil sei das Prinzip, „zuerst zuzuhören“, wie es Vertreter internationaler Hilfsorganisationen beschreiben. Lokale Gemeinschaften werden aktiv in die Bekämpfung der Krankheit eingebunden, um Misstrauen abzubauen und kulturelle Besonderheiten zu berücksichtigen.
Die Bundibugyo-Ebola-Variante, eine der fünf bekannten Ebola-Formen, ist weniger tödlich als der Zaire-Stamm, erfordert aber dennoch eine rasche Reaktion. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und Partnerorganisationen haben bereits mobile Labore und Schutzausrüstung in die betroffene Region gebracht. Dennoch warnen Experten vor den Risiken einer Ausbreitung, besonders in Gebieten mit schwachem Gesundheitssystem und hoher Bevölkerungsmobilität.
Quellen: AllAfrica – Latest, AllAfrica – Central Africa