Der ägyptische Außenminister Badr Abdelatty hat am 25. August 2026 in Addis Abeba Konsultationen mit seinem djibutischen Amtskollegen Abdoulkader Houssein Omar über die politische und sicherheitspolitische Lage im Horn von Afrika geführt. Das Treffen unterstrich die enge Zusammenarbeit zwischen Dschibuti und Ägypten angesichts zunehmender regionaler Spannungen, insbesondere rund um den Nil-Streit, Migration und militärische Präsenz ausländischer Mächte in der Region.
Laut dem äthiopischen Nachrichtenportal Addis Standard, das die Gespräche dokumentierte, standen neben der Stabilität in Somalia und den Auswirkungen des Sudan-Konflikts auch Fragen der maritimen Sicherheit im Roten Meer auf der Tagesordnung. Dschibuti, gelegen an einer der strategisch wichtigsten Seerouten der Welt, spielt als Standort mehrerer ausländischer Militärbasen – darunter Einrichtungen der USA, Frankreichs und Chinas – eine zentrale Rolle in der regionalen Sicherheitsarchitektur.
Die heutigen Beratungen markieren bereits den vierten solchen diplomatischen Austausch seitens Ägyptens innerhalb eines Monats, was die wachsende Bedeutung der regionalen Abstimmung für Kairo verdeutlicht. Beide Seiten bekräftigten ihr Engagement für friedliche Konfliktlösungen und eine stärkere Koordination innerhalb der Intergovernmental Authority on Development (IGAD).
Quellen: AllAfrica – North Africa, AllAfrica – Egypt