Ein schwerer Vorfall hat die politische Lage in Sambia weiter verschärft: Der ehemalige Kabinettsminister Mutotwe Kafwaya wurde bei einer Sicherheitsrazzia in der Residenz des Oppositionsführers Brian Mundubile erschossen. Die Polizei bestätigte am Mittwoch den Tod Kafwayas, nachdem es zuvor wachsende Forderungen nach Aufklärung über seinen Verbleib gegeben hatte.
Der Einsatz fand nur wenige Tage nach der Wiederwahl von Präsident Hakainde Hichilema statt, dessen Sieg eine zweite Amtszeit sichert. Die Opposition wirft der Regierung jedoch Wahlunregelmäßigkeiten und Einschüchterung vor. Die Umstände von Kafwayas Tod bleiben umstritten – offizielle Stellen sprachen von einer rechtmäßigen Sicherheitsoperation, während Oppositionsanhänger von politisch motivierter Gewalt sprechen.
Die Tötung ereignete sich unter angespannten Bedingungen, die durch die jüngsten Präsidentschaftswahlen noch verschärft wurden. Beobachter befürchten, dass der Vorfall das Vertrauen in demokratische Prozesse im Land weiter untergräbt und zu weiteren Spannungen führen könnte. Internationale Organisationen und Menschenrechtsgruppen haben bereits zur Zurückhaltung und Transparenz aufgerufen.
Quellen: Africanews EN, BBC News – World, BBC News – Africa