Bei einem verheerenden Einsturz in einer illegalen Mine im südlichen Afrika sind am Dienstag mindestens 14 Kleinstbergleute getötet worden. Acht weitere wurden schwer verletzt und in nahegelegene Krankenhäuser gebracht. Wie die südafrikanische Polizei mitteilte, brachen die Wände der unterirdischen Grube plötzlich zusammen, während sich die Arbeiter tief im Inneren des nicht genehmigten Abbaus aufhielten.
Die genaue Lage der Mine wurde zunächst nicht offiziell bekanntgegeben, jedoch vermuten Behörden, dass es sich um eine sogenannte „zama zama“-Mine handelt – benannt nach den informellen Bergleuten, die oft unter lebensgefährlichen Bedingungen nach Gold und anderen wertvollen Mineralien suchen. Solche illegalen Minen sind in Südafrika weit verbreitet, insbesondere in Regionen wie Gauteng, wo ehemalige industrielle Abbaugebiete von informellen Gruppen übernommen werden.
Experten weisen seit Jahren auf die mangelnden Sicherheitsvorkehrungen und die fortschreitende Erosion alter Stollen hin, die durch Regenwetter und ungeplante Sprengungen instabil werden. Der jüngste Vorfall unterstreicht erneut die Gefahren, denen tausende Kleinstbergleute täglich ausgesetzt sind, oft ohne Schutzausrüstung oder Zugang zu Notfallhilfe.
Behörden kündigen Untersuchung an
Die südafrikanischen Behörden haben angekündigt, eine Untersuchung einzuleiten, um festzustellen, ob vor Ort Sicherheitsverstöße begangen wurden und wer für den Betrieb der Mine verantwortlich war. Gleichzeitig wird befürchtet, dass die Dunkelziffer bei solchen Unfällen hoch ist, da viele Vorfälle nicht gemeldet werden.
Quellen: Africanews EN