Entführung von Fischern in Quissanga – neue Terrorakte im Norden

Im Küstengebiet von Quissanga im Norden Mosambiks haben Bewohner das Verschwinden von vier Fischern gemeldet, die seit Tagen nicht mehr von ihrer Fahrt auf See zurückgekehrt sind. Die örtliche Bevölkerung vermutet, dass die Männer von islamistischen Extremisten entführt wurden, die in der Provinz Cabo Delgado weiterhin aktiv sind.

Quissanga, ein kleiner Küstenort mit hohem Bevölkerungsanteil an Fischerfamilien, war in den vergangenen Jahren immer wieder Ziel von Übergriffen durch bewaffnete Gruppen. Die jüngste Entführung unterstreicht die anhaltende Unsicherheit in der Region, trotz des Einsatzes nationaler und internationaler Sicherheitskräfte.

Die Entführungen sind Teil einer anhaltenden Welle von Gewalt, die seit 2017 im Norden Mosambiks tobt. Islamistische Extremisten haben dort Dörfer angegriffen, Zivilisten getötet und zahlreiche Menschen zur Flucht gezwungen. Die mosambikanische Regierung sowie internationale Partner wie der GCERF und die SADC-Friedensmission haben zwar Maßnahmen zur Stabilisierung eingeleitet, doch die Lage bleibt fragil.

Die internationale Gemeinschaft hat wiederholt zu einer integrierten Strategie gegen die Radikalisierung und Gewalt aufgerufen. Der Global Community Engagement and Resilience Fund (GCERF) betonte kürzlich, dass militärische Maßnahmen allein nicht ausreichten und soziale Prävention sowie wirtschaftliche Entwicklung entscheidend seien.

Quellen: AllAfrica – Latest, AllAfrica – Southern Africa