Eine umfassende Untersuchung der Nichtregierungsorganisation Global Witness hat ernste Vorwürfe gegen das kanadische Bergbauunternehmen First Quantum Minerals (FQM) erhoben. Demnach soll das Unternehmen und seine assoziierten Akteure über Jahrzehnte hinweg eine geheime Kampagne zur Beeinflussung der zambischen Demokratie geführt haben. Besonders brisant: Hinweise deuten darauf hin, dass Präsident Hakainde Hichilema erhebliche finanzielle Unterstützung von FQM oder dessen Verbündeten erhalten haben könnte.
Zambia, reich an Kupfer, kämpft seit Jahren mit einer schweren Wirtschaftskrise und hoher Staatsschuldenlast. Gleichzeitig erzielen internationale Bergbaukonzerne enorme Gewinne aus den Ressourcen des Landes. Die Global-Witness-Studie legt nun nahe, dass maßgebliche Einnahmen aus der Kupferproduktion nicht dem zambischen Volk zugutekamen, sondern in undurchsichtige Strukturen abgeleitet wurden – möglicherweise zur Finanzierung politischer Einflussnahme.
Ermittlungen werfen Licht auf undurchsichtige Finanzströme
Laut dem Bericht nutzte First Quantum Minerals eine Reihe von Offshore-Strukturen, geheime Vereinbarungen und politische Netzwerke, um direkten Zugang zu Entscheidungsträgern zu erhalten. Die Organisation fordert nun unabhängige Ermittlungen und eine umfassende Reform der Bergbaupolitik in Zambia, um sicherzustellen, dass zukünftige Einnahmen transparent und zum Wohle der Bevölkerung genutzt werden.
Die zambische Regierung hat bislang nicht offiziell auf die Enthüllungen reagiert. Bürgerrechtsgruppen und Oppositionsparteien im Land rufen jedoch zu Transparenz und strafrechtlichen Untersuchungen auf. Die Vorwürfe könnten das Vertrauen in die aktuelle Regierung sowie die Beziehungen zu ausländischen Investoren erheblich beeinträchtigen.
Quellen: AllAfrica – Latest, AllAfrica – Southern Africa, AllAfrica – Business