Ein Erdbeben der Stärke 5,1 hat in der Nacht zum 3. August 2026 den Nordosten Ägyptens erschüttert. Laut Angaben des Deutschen GeoForschungsZentrums (GFZ) lag das Epizentrum etwa 55 Kilometer nordöstlich von Kairo in der Nähe der Stadt Ismailia am Suezkanal. Die Erschütterungen waren deutlich in der Hauptstadt Kairo sowie in den Gouvernoraten Gizeh, Suez und Port Said spürbar.
Das Beben ereignete sich gegen 02:15 Uhr Ortszeit in einer Tiefe von rund 10 Kilometern. Obwohl solche seismischen Aktivitäten in Nordafrika relativ selten sind, verfügt Ägypten über ein dichtes Netz an Erdbebenüberwachungsstationen, da das Land in einer geologisch aktiven Zone liegt – insbesondere entlang des Roten Meeres und der Grenze zur afrikanischen und arabischen Platte. In den vergangenen Jahrzehnten gab es immer wieder kleinere Beben, doch größere Erdstöße sind selten.
Berichte über Schäden oder Verletzte liegen bislang nicht vor. Dennoch flüchteten zahlreiche Anwohner in Panik aus ihren Wohnungen, wie Augenzeugenberichte aus Kairo und Ismailia bestätigen. Die ägyptischen Behörden haben nach ersten Einschätzungen keine Evakuierungen angeordnet, riefen die Bevölkerung aber zur Ruhe auf und versicherten, dass die wichtigsten Infrastruktureinrichtungen, darunter die Stromversorgung und Brücken, weiterhin intakt seien.
Das ägyptische Institut für Astronomie und Geophysik erklärte, dass Nachbeben nicht ausgeschlossen seien, aber voraussichtlich unter der Stärke von 3,0 liegen würden. Experten raten dennoch zur Vorsicht, insbesondere in älteren Gebäuden, die nicht erdbebensicher konstruiert wurden. Die Behörden prüfen derzeit, ob es zu Rissen in Straßen oder Schäden an historischen Bauten gekommen ist.
Quellen: FAZ Online