Der Ethiopian Human Rights Council (EHRCO) hat am 12. Juli 2026 einen dringenden Appell veröffentlicht, in dem er ein sofortiges Ende der systematischen Menschenrechtsverletzungen in der Tigray-Region fordert. Hintergrund des Aufrufs ist eine verpflichtende Militärrekrutierung, die in der nordäthiopischen Region Tigray durchgeführt wird. Diese Maßnahme wird als schwerwiegender Verstoß gegen die menschenrechtlichen Standards angesehen, da sie die Zivilbevölkerung in einen militärischen Konflikt hineinzieht.
Die EHRCO hebt hervor, dass die Zwangsrekrutierung nicht nur die Menschenrechte der betroffenen Personen verletzt, sondern auch die ohnehin schon angespannte humanitäre Lage in Tigray weiter verschärfen könnte. Die Organisation fordert die äthiopische Regierung und die internationalen Gemeinschaft auf, sofortige Maßnahmen zu ergreifen, um den Schutz der Zivilbevölkerung zu gewährleisten und die rekrutierten Personen vor weiteren Verletzungen zu schützen.
Die Situation in Tigray bleibt angespannt, da die Region weiterhin von den Nachwirkungen des Konflikts zwischen der äthiopischen Regierung und der Tigray People’s Liberation Front (TPLF) betroffen ist. Der EHRCO-Appell könnte möglicherweise Druck auf die Regierung ausüben, um die Menschenrechte zu respektieren und zu schützen.
Quellen: AllAfrica – Latest, AllAfrica – Ethiopia